Es regnet Bindfäden, seit Tagen. Kein Wetter, bei dem man lange Expeditionen startet, um ein schönes "Muster des Monats" zu fotografieren. Man verlässt das Haus eigentlich nur, um schnellstmöglich ins Büro zu kommen oder das Nötigste einzukaufen. Und dann schleppt man keine Kamera mit herum, sondern fotografiert mit dem Handy - auch wenn die Bildqualität darunter leidet. Was habe ich hier abgelichtet?

"Das geht aber nicht als natürliches Muster durch!" Dieser Satz ist auf unseren Wanderungen ein Running Gag, vor allem, wenn der Monatswechsel naht und ich händeringend nach einem Thema für das "Muster des Monats" suche. Bei den Streifen, die ein Mähdrescher auf einem Feld hinterlässt, oder den kuriosen Buchsbaumskulpturen in bürgerlichen Vorgärten ist die Sache eindeutig. Aber wie sieht es mit den Strukturen aus, die der Wind aus Kondensstreifen formt, oder mit der Verteilung der Einschusslöcher in einem Straßenschild, das gelangweilte Jungbauern mit ihren Schrotflinten perforiert haben? Oder eben mit diesem rötlichen, gestreiften Gestein?