Gefäßpflanzen sind – wie im Beitrag über ihre Gestalt ausgeführt – modulare Lebensformen, die gegen viele Schäden, die ihr stationäres Dasein mit sich bringt, relativ unempfindlich sind: Entweder sie reparieren die Schäden, oder sie ersetzen die ausgefallenen Module durch neue.

Neue Blatt- oder Blütenanlagen (Primordien) werden in einem Gewebering knapp unterhalb der Spross-Scheitelpunkte angelegt, der besonders teilungsfreudige Stammzellen enthält: dem Apikalmeristem. Die Zellteilung und die Bildung neuer Knospen werden dabei von Pflanzenhormonen wie Auxin oder den Cytokininen angeregt bzw. gehemmt, die unter anderem in den bereits bestehenden Knospen ausgeschüttet werden.